Biografie

Geneviève Laurenceau gilt als einer der brillantesten Vertreter der französischen Geige. Ihre vielfältigen Tätigkeiten als Solistin, Kammermusikerin, Konzertmeisterin, Festivalleiterin und Lehrerin machen sie zu einer versierten Musikerin, die ihre Leidenschaft in all ihren Formen lebt.

In ihrer Heimatstadt Straßburg begann Geneviève Laurenceau im Alter von 3 Jahren mit dem Geigenspiel: Dieses Instrument mit seinem Gesang, der der menschlichen Tessitura nahe kommt, würde von da an die Form und Stimme ihrer Träume annehmen und sie nie mehr verlassen.

Seine Meister Wolfgang Marschner, Zakhar Bron, dann Jean-Jacques Kantorow, werden an der Schnittstelle dreier großer europäischer Geigenschulen einen vielseitigen Künstler formen.

Gleichzeitig experimentierte Geneviève sehr früh mit der Schule der Bühne: Mit 9 Jahren trat sie mit dem philharmonischen Kammerorchester ihrer Heimatstadt auf.

Nach mehreren internationalen Erfolgen und einem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb in Novosibirsk (Russland) gewann sie den 5. Wettbewerb „Adami Violin“ und machte bei dieser Gelegenheit ihre erste CD, begleitet vom Pianisten Jean-Frédéric Neuburger.

Seitdem wurde Geneviève als Solistin mit bedeutenden französischen und internationalen Orchestern unter der Leitung von Dirigenten wie Michel Plasson, Walter Weller, Tugan Sokhiev, Thomas Sondergard, Antony Hermus und Christian Arming eingeladen…. an renommierten Orten wie dem Théâtre du Châtelet und der Philharmonie de Paris, die Seine musicale de Boulogne, die Salle Gaveau, die Halle aux Grains de Toulouse, das Arsenal de Metz, die Opéra-Théâtre d’Avignon, die Métropole de Lausanne, das Palais des Beaux-Arts in Brüssel, die Tapiola in Helsinki, der Palacio de la Opera in A Coruña, das Auditorium Manuel de Falla in Granada, das Stadttheater in Weimar….

Geneviève liebt die Bühne, teilt sie, glaubt tief an die wesentlichen Werte von Kunst, Kultur und Musik und liebt Begegnungen: ihr Duett mit dem Philosophen Raphaël Enthoven, aber auch ihre Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Didier Sandre oder die Show „la symphonie des oiseaux“ mit den Vogelsängern Johnny Rasse und Jean Boucault.

Im Jahr 2011 wurde Geneviève vom Musikmagazin ResMusica zum „Künstler des Jahres“ gewählt.

In das Repertoire ihrer Zeit eingebunden, arbeitet sie regelmäßig mit Komponisten wie Benjamin Attahir, Karol Beffa, Bruno Mantovani oder Philippe Hersant, die ihr ihre Werke widmen.

Ab der Saison 2017/18 leitet Geneviève die Meisterkurse für Violine an der „Académie Jaroussky“ in der Seine musicale in Boulogne Billancourt.

Seit September 2015 gibt sie regelmäßig Meisterkurse am Centre d’enseignement supérieur de musique et de danse de Toulouse (ISDAT).

Die französische Musik nimmt einen wichtigen Platz in seiner Diskographie ein:

Nachdem sie einen Diapason d’Or für ihre neueste Aufnahme über den Komponisten Albéric Magnard erhalten hat, wird Geneviève am 10. November ein französisches Sonatenalbum mit dem Pianisten David Bismuth auf dem Label Naive veröffentlichen.

Geneviève Laurenceau ist künstlerische Leiterin des Obernai Musikfestivals, das 2009 unter ihrer Leitung gegründet wurde.

Unter seinen Aufnahmen können wir zitieren:

„Die Symphonie der Vögel“, mit den Vogelsängern Jean Boucault und Johnny Rasse, und Shani Diluka, Klavier (Mirare)

„Sonate, Trio und Quartett“ von Wolfgang Rabl, mit László Fenyö, Cello, Wenger Fuchs, Klarinette, und Oliver Triendl, Klavier (CPO)

Sonate und Trio von Albéric Magnard, mit Oliver Triendl, Klavier und Maximilian Hornung, Cello (CPO) Diapason d’or

„Prokovievs „Violinkonzert Nr. 2“ mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse unter der Leitung von Tugan Sokhiev (Naiv)

„Brahms'“Sonaten“, mit Johan Farjot (Zickzack-Territorien) / 5 Stimmgabeln

Quatuor avec piano“ und „la Bonne Chanson“ von Fauré, mit dem Ensemble Contrast und Karine

Deshayes (Zickzack-Territorien).

Masken“, komplette Kammermusik von Karol Beffa, mit dem Ensemble Contrast

(Triton).

„Café 1930″, tangos de Piazzolla, Gardel…. mit dem Ensemble Contrast (Zig-zag Territoires).

Quintett“ von César Franck und „Quatuor avec piano, op. 30“ von Ernest Chausson, mit dem Ensemble Musique Oblique (Alphée, ffff Télérama, choc du Monde de la Musique).